Es war durchaus mehr drin für die ESV-Puckjäger
2:5-Niederlage nach schwachem ersten Drittel gegen den ERC Regen
Gebensbach – Jugend gegen geballte Routine hieß es gestern Abend zwischen dem ESV und dem ERC Regen. 2:5 (0:3, 1:1, 1:1) unterlagen die zum Teil einfach noch zu „grünen“ Gebensbacher den ausgebufften Waidlern.
Je eine Zweiminutenstrafe auf beiden Seiten gab es im ersten Drittel und sie zeigten den Unterschied zwischen beiden Teams auf. Nach bereits 14 Sekunden geriet Regen in Unterzahl und es passierte nichts. In der 7. Minute musste ESV-Verteidiger Michael Reiter raus und nach 57 Sekunden Powerplay fälschte Gomov einen Weinzierl-Schuss zum 0:1 (8.) ab. Dazwischen und auch im weiteren Spielverlauf musste Martin Lainer im ESV-Tor immer wieder Schlimmeres verhindern. Sein Gegenüber Marcus Bauer wurde dafür kaum ernsthaft geprüft. Nachdem der tschechische Topscorer Nemec die ESV-Defensive lang genarrt hatte, war es für Kössl ein Leichtes beim 0:2 (19.). 28 Sekunden vor der Pause bestrafte Vöst einen Fehler in der ESV-Abwehr eiskalt mit dem 0:3. Von diesem Vorsprung sollte Regen für den Rest der Partie entscheidend zehren können
Auch in Abschnitt Nr. 2 gab es für beide Seiten wieder nur je 2 Strafminuten. Der Unterschied: diesmal zog der ESV ein erfolgreiches Powerplay auf. Michael Reiter (Florian Panthaler) jagte die Scheibe vors Tor und Manuel Bertl staubte zum 1:3 ab (28.). Der ESV ging nun wesentlich energischer zu Werke. Der bundesliga- und erstligaerfahrene Kössl wurde fast zu einem Eigentor gezwungen. Dafür reichte ein Steilpass von ihm und Berger ließ Lainer beim 1:4 (32.) nicht gut aussehen. In Unterzahl legte Matthias Klatt präzise auf, aber Matthias Selmair im Doppelpack und Niki Mayer brachten das „Runde nicht ins Eckige“.
Wieder mit einem Überzahltreffer begann das letzte Drittel, nachdem Schreyer gegen die zaghafte ESV-Defensive zum 1:5 (43.) abstauben konnte. Das „Tor des Abends“ gelang Fabian Zückert nach einem unwiderstehlichen Solo zum 2:5 (43.). Beim ESV kam nun Manuel Hammerlin für Lainer und bekam gleich mächtig Arbeit und stoppte den allein anstürmenden Nemec. Reiters Schuss verfehlte um Zentimeter das Ziel und Thomas Zorn konnte eine tolle Möglichkeit nicht nutzen – es wäre durchaus mehr drin gewesen!
Strafminuten: ESV 14 / ERC 10 + 3 x 10; sehr souverän agierten die Schiedsrichter Markus Sperl und Aschenbrenner

